Colombia mi corazon
Medellin
Medellin - bei dem Namen fielen einem bis vor kurzem nur Drogenkartelle, Morde und Pablo Escobar ein. Mit zunehmender Sicherheit hat sich auch der Ruf der Stadt verbessert und so ist Medellin ein interessanter Zwischenstopp auf dem Weg nach Sueden. Da gibt es zum einen das ungewoehnliche Metrosystem, das neben der S-Bahn auch eine Gondelbahn umfasst, mit der man mit demselben Ticket hoch bis nach Santo Domingo fahren kann.
Neben schoenen Museen und grossen Plaetzen gibt es auch gemuetliche Parks mit gemuetlichen Musikanten, wie wir das von ueberall in Kolumbien kennen.
Guatape
Der Tagesausflug ins nah gelegene Guatape bescherte uns Sonnenbrand und Killer-Insekten. Diese auf Touristen spezialisierten kleinen Mistviecher maltraetierten uns mit ihren ueberdimensionalen Beisswerkzeugen, doch dieser Ausblick entschaedigte fuer alles...
Zona Cafetera
Wolltet ihr nicht immer schon mal wissen, wo euer Kaffee waechst?
Wir haben uns auf den Weg gemacht, ins Hochland Kolumbiens...
Im kleinen Dorf Salento haben wir auf einer Kaffeefinca gewohnt. Der Besitzer Tim fuehrte uns durch die Plantagen und
erklaerte uns, wie Kaffee angebaut, gepflueckt, geschaelt, gewaschen, getrocknet und geroestet wird.
Neben dem Kaffee ist die Gegend auch beruehmt fuer ihre bis zu 60 Metern hoch aufragenden Wachspalmen.
Markt in Silvia
Jeden Dienstag kommen die Bauern aus der Umgebung Silvias in den Ort, um auf dem Markt ihre Waren feilzubieten. Unter ihnen stechen besonders die Guambianos hervor, eine Volksgruppe in den Bergen Suedwestkolumbiens, die nach wie vor ihre traditionelle Tracht tragen. Markttag ist auch Ratschtag und ein grosses sehen und gesehen werden...

In der Markthalle findet man (fast) alles, was die Erde an Obst und Gemuese hervorbringt. Uns war nur nicht klar, wer die ganzen Bananen kaufen soll...
Neben Lebensmitteln werden auch Heilmittelchen fuer und gegen alles angepriesen. Gedaechtnisschwund? Schweinegrippe? Sexuelle Impotenz? Bei Bedarf meldet euch bei uns, wir bringen gerne Saeftchen, Kraut oder Pulver mit (selbstverstaendlich auch anonym).
Wer allerdings eine Tasche haben will, muss schon selber kommen.
Natuerlich findet man auf dem Markt aber auch das eine oder andere kulinarische Schmankerl. Bei diesem Angebot wussten wir gar nicht, wo wir zuerst zugreifen sollten...
Blutige--- aeh boese Zungen koennten behaupten, dassdie kolumbianische Kueche darueber hinaus nicht viel mehr zu bieten hat. Doch das ist jetzt auch ungerecht. Fragt man nach, ob es auch etwas ohne Fleisch gibt, bekommt man in der Regel die Antwort: "Si, pollo!" (Ja, Hendl!).
Auch mit dem "Brot" hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Am besten beschreibt man es als zaehen, suessen, schaumstoffartigen, trockenen Klumpen. Somit sind die kolumbianischen Brotbaecker auch dieses Jahr zum zehnten Mal in Folge Traeger der "Goldenen Semmel", des Alternativpreises des Verbraucherschutzbundes fuer das schlechteste Brot der Welt.
Habt ihr gewusst, dass...?
* ... es in Kolumbien keine offizielle Post gibt?
* ... saemtliche Kirchturmuhren im Land falsch gehen?
* ... Bus fahren fast so teuer ist wie fliegen?
* ... man als Auslaender entweder gringo oder mono (=Affe, allerdings nicht boese gemeint) genannt wird?
Kolumbien? War das nicht das Land mit Guerillas und Entfuehrungen?
Ja, leider immer noch, aber bei weitem nicht mehr so wie frueher. Der derzeitige Praesident Uribe (seit 2002 im Amt) hat Militaer und Polizei stark aufgestockt und damit die Guerilla, allen voran die FARC, immer mehr in die Defensive getrieben. Waehrend es vor wenigen Jahren ohne Polizeieskorte nicht unwahrscheinlich war, auf einer Ueberlandbusfahrt ueberfallen zu werden, sorgt das Militaer heute zumindest auf den Hauptstrassen fuer eine Viaje seguro, eine sichere Reise. Unter anderem dafuer werden die Soldaten in Kolumbien als Helden gefeiert.
Abgesehen von dem, was die Medien ueber Kolumbien berichten, gibt es ueber dieses Land aber auch jede Menge positive Dinge zu sagen.
Da ist zum Beispiel die beruehmte Schoenheit seiner weiblichen Bewohner (im Gegensatz zu den maennlichen)...
Egal in welchem Eck wir in Kolumbien waren, trafen wir immer auf gastfreundliche, hilfsbereite und lustige Menschen, die eine ansteckende Lebensfreude ausstrahlen.
Unserer Meinung nach ist Kolumbien immer eine Reise wert. Schoen war´s, chevere!
Mittlerweile haben wir die Grenze zu Ecuador ueberschritten und bleiben die naechste Zeit in und um Quito.
Im Album gibt`s wie immer mehr zu sehen, also schaut rein! (keine weiteren Fleischbilder, versprochen)
Viele Gruesse und hasta la proxima,
Die beiden monos Lena und Barni