Ecuador - Quito & Umgebung

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Quito

 

Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer suedlich des Aequators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden und ist somit nach der bolivianischen Hauptstadt Sucre die zweithoechstgelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 1,4 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgroesste Stadt des Landes.

In Kolumbien wurde uns viel von anderen Reisenden von der Stadt vorgeschwaermt; wir waren gespannt, ob sie haelt, was sie verspricht...

Hier ein erster Ausblick nach Norden vom Turm der Basilika (siehe Album).


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Einen besseren Ausblick hat man nur noch von unserem Hostal. Das Casa Bambu liegt auf unserem persoenlichen Hostal-Ranking ganz klar auf Platz 1, dank der indischen Inneneinrichtung und der unschlagbaren Dachterrasse, auf der man wunderbar lesen, Tee trinken, lernen, essen, Tischtennis oder Billiard spielen, in der Haengematte liegen und jeden Tag mit diesem Ausblick beginnen kann...

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... oder man schaut den Flugzeugen beim Landen zu. Die Stadtplaner von Quito hatten seinerzeit gut mitgedacht und den Flughafen vorsichtshalber mitten in die Stadt plaziert. So hat jeder was davon: Laerm, Abgase, zitternde Fensterscheiben oder einen gehoerigen Schreck. Den haben wir davongetragen, als wir mit dem Taxi in die Stadt fuhren und wir ein Riesenflugzeug direkt vor uns schon in eine Siedlung stuerzen sahen, bis uns der Taxifahrer mit einem Schmunzeln darauf hinwies, dass hier der Flughafen sei.

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Abgesehen von Einflugschneisen und Verkehrschaos ist Quito eine sehr angenehme Stadt mit einer schoenen kolonialen Altstadt, vielen praechtigen Kirchen, huebschen kleinen Museen, guten Restaurants, Bars und gruenen Parks. Dort trifft sich jeden Sonntag halb Quito, um zu joggen, zu picknicken, Tretauto zu fahren, Fussball zu spielen, Geschichtenerzaehlern zuzuhoeren oder um Rad zu fahren. Wie schon in Bogota sind sonntags auch hier grosse Hauptstrassen fuer Autos gesperrt. Auch wir haben uns einmal den Radlfahrern angeschlossen...


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Kulinarisch ist Ecuador bisher ein echter Fortschritt gegenueber Kolumbien dank mehr fleischlosen Strassensnacks, besserem Brot und chinesischen Restaurants. Ausserdem gibt´s hier auch bayerische Schmankerl, so z.B. den Schweinebraten von der singenden Sau. Bei diesem Serviervorschlag weiss man noch, was man hat. Welches Schweinderl haetten´s denn gern...?


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Lena:

Da in Ecuador immer noch keiner Hindi oder Latein spricht, musste fuer mich dann doch ein Spanischkurs her (und das obwohl ich doch nach dem Staatsexamen dem Lernen auf immer abgeschworen habe).

Fuer mich hiess es also wieder Schule und das eins zu eins 4 Stunden am Tag. Waehrend Barni besseres zu tun hatte (siehe unten) bin ich also in Quito geblieben und hab mir die volle Droehnung Spanisch gegeben.

 

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Zusammen mit meiner Lehrerin war ich auf dem grossen Tiermarkt von Saquisili, wo ich so nuetzliche Saetze gelernt habe wie "los animales no tienen espacio" (die Tiere haben keinen Platz), "el pollo ya no tiene plumas" (das Huhn hat keine Federn mehr) oder "no gracias yo no como cuys" (nein danke ich esse kein Meerschweinchen).

 

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Ausserdem hat mir die Sprachschule eine Gastfamilie vermittelt, bei der ich fuer eine Woche untergekommen bin. Sie bestand aus der schraegen Kombination einer junggebliebenen Oma (Cecilia) und 2 pubertierender Teenager.

Natuerlich wars total interessant mal Einblick in den ecuadorianischen Familienaltag zu bekommen und dass ich nicht viel sprechen konnte war auch nicht schlimm, meistens hat eh Cecilia geredet. Ich fuer meinen Teil habe mit so hervorragenden Saetzen wie "un beso por favor" (kann ich bitte einen Kuss haben) statt "un vaso por favor " (kann ich bitte ein Glas haben) zur allgemeinen Erheiterung beigetragen.

Auf dem Bild sieht man Cicilia und mich in der Kueche.

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Barni:

Voller Arroganz beschloss ich, dass mein Spanisch schon gut genug ist, liess Lena in Quito weiterbueffeln und machte mich auf in die Berge - endlich wieder aufs Radl! Los ging´s von Sangolqui, einem Ort 25 km suedoestlich von Quito. Von ca. 2700 m strampelte ich steil rauf in den Nationalpark Cotopaxi, dessen Hauptattraktion der gleichnamige Vulkan ist, den ihr auf dem Foto hinter mir seht. Mit 5897 m ist er einer der hoechsten aktiven Vulkane der Welt; Lava oder Asche hab ich dort nicht abbekommen, dafuer eine ordentliche Tracht Hagel.

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Das Schoene wieder am Radln: man kommt durch kleine Doerfer und an Huetten vorbei, trifft Leute beim rumsitzen oder arbeiten, Tiere (die ersten Lamas der Reise!) oder kleine Jungs, die gerade von der Schule kommen. Und das Beste: man kann sich sogar mit ihnen unterhalten (was einen trotzdem nicht davor bewahrt, mit Steinen beworfen zu werden, grrr - allerdings nicht von diesen Buben).

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Ach ja: auch die Landschaft entlohnt fuer die Strapazen... Ecuador 1022

 

 

Je hoeher man kommt, desto roeter werden die Backen und desto schuechterner werden die Leute. Gut, dass meine Kamera einen 12-fach Zoom hat...

 

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Nach uuunzaehligen Hoehenmetern in vier Tagen war es dann soweit: ich stand am Kraterrand der Laguna Quilotoa! Si! Schon ein sehr feiner Ausblick, noch dazu, wenn man auf die knapp 4000 m raufgeradelt ist.

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Und so schaut die Lagune ohne uns zwei aus - bisserl fad, oder...?


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Am naechsten Morgen startete ich schon um 6:00 Uhr, um den Sonnenaufgang ueber den Bergen zu sehen. Waehrend am Vortag die Berge in Wolken gehuellt waren, war der Blick am Morgen frei, auf die Lagune, die Vulkane Iliniza und sogar auf meinen alten Freund Cotopaxi. Schade, dass solche Ausblicke nicht annaehernd auf ein Foto gehen. Hier ein Versuch...

 

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Und wieder weit runter ging´s an diesem schoenen Morgen, vorbei an Muettern, die ihre Kinder zur Schule bringen, Lamas, die kleine rotbackige Hochlandkinder irgendwo hintragen (leider kein Foto, verdammt) und immer mit Blick auf die beiden Vulkane Iliniza Norte (5126 m) und Iliniza Sur (5248 m)...

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Nach einem unschuldigen Ort namens Sigchos musste ich nochmal sehr weit hinauf und danach, hinter dem Berg? Nebel, nichts als Nebel! Ich geriet unwissend in den - Ueberraschung! - Nebelwald Ecuadors, wo zudem noch Regenzeit herrscht. Der Regen liess dann auch nicht lange auf sich warten und als ich mich unterstellte, kam aus dem dichten Nebel eine alte Hexe dahergehumpelt - in der einen Hand einen krummen Stock, in der anderen eine Riesenmachete! Gute Frage, was sie damit vorhatte, ich war jedenfalls froh, dass sie schon zu alt war, um sie auch nur einen halben Meter vom Boden zu heben. Sie schimpfte dann noch ueber den deutschen Ehemann ihrer Nichte, der kein spanisch kann und schon fuhr ich weiter, allerdings nur 500 m, denn dann fing´s wieder an zu regnen. Genau an dem Platz auf dem Bild war dann Endstation und waehrend ich auf den Bus wartete (der einzige Bus am Tag, was fuer ein Glueck!), brachte mir die liebe Hausherrin voller Mitleid einen Teller Reis mit Kochbananen. Sogar der Hund fand dieses Wetter zum Heulen...


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Aber so unschuldig, wie der auf dem Bild ausschaut, war auch er nicht - wie hunderte andere seiner unsymphatischen Artgenossen hat er mir zuerst seine Zaehne gezeigt. Nicht Berge, Kaelte, schlechte Strassen, Regen oder steinewerfende Jungs, nein, am meisten nervten wieder einmal diese klaeffenden, vollvertrottelten Koeter. Tja, der Hund, des Radlers groesster Feind. Aber auch diese konnten mir nicht diese wunderbare Radlwoche in den ecuadorianischen Anden vermiesen. Ein Traum!

Hier noch eine kleine Radlstatistik fuer die Interessierten:

5 ganze Radltage, ca. 350 km, ca. 5000-6000 Hoehenmeter (gefuehlte 10000), 38 Std. aufm Radl (neuer Tagesrekord: 10 1/2 Std. reine Fahrtzeit, dank Verfahren auf irgendwelchen Wegen, die nicht in der Landkarte waren). 

... Fortsetzung folgt in Peru...

 

 

 

Im Moment bekommen wir einen Monat lang Entwicklungshilfe in einem Kinderheim in der Naehe von Quito. Doch darueber berichten wir euch ausfuehrlich beim naechsten Mal.

 

Allen Examenskandidaten, Diplomanwaertern und Bachelorschreibern auf diesem Wege viel Glueck und allen, die ihre Lehrproben hinter sich gebracht haben: herzliche Gratulation!

 

Trotz mehrfacher Aufforderungen unseres Aussenministers und anderer prominenter Blogleser werden wir unserem Heimatland noch ein wenig laenger fern bleiben. Deshalb gruessen wir hiermit alle, die es verdient haben und wuenschen aus Suedamerika

 

                                                                       FROHE OSTERN!

 

 

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                                      Lena                                             &                                             Barni

 

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M
<br /> Schau, schau die Weltenbummler.<br /> Lena, was ist eigentlich mit deinen Münchner-Stadt-Radl-Qualitäten? Dem Barni kannst dich locker anschliessen - wenn der mal ein bisserl fährt juckts Knie eh wieder und er braucht italienische<br /> Fischtabletten...<br /> Mein Radltraining lässt sich auch gut an: bin ca. 40KM in Holland geradelt (auf drei Tage verteilt). Höhenmeter sag ich nicht, ich will da jetzt nicht angeben.<br /> Also machts gut ihr zwei, und bringt mir bitte ein paar Espandrillos mit für die Schule!<br /> <br /> <br />
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E
<br /> Ach Lena! Wie überkommt mich bei den Lernfotos doch ein wenigdie Wehmut an vergangene Tage.<br /> Aber auch ich habe spannendes erlebt im schönen Fichtelberg. Emily Rose war anwesend und wir lebten im Haus Fröttmaning in dem Simon ein Windelverbot aussprach. Genaueres folgt!<br /> Liebe Grüße an euch beide<br /> Elisa<br /> <br /> <br />
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R
<br /> http://muenchenvideo.de/video/2096/wahl-der-maik--nigin-2009-am-cafe-selig<br /> falls euch mal langweilig ist und ihr gutes Internet habt!!!<br /> <br /> <br />
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R
<br /> Liebe Lena, es ist vollbracht!schöne grüße von herrn rossiwal, er wünscht weiterhin viel spaß!<br /> Juchuu, bald ist es soweit!dickes bussi, teresa<br /> <br /> <br />
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L
<br /> Oh wie schoen - da bekommt man ja Heimweh.<br /> Ich kuendige uns hiermit fuer naechstes Ostern an und keine Angst es dauert nicht laenger – nicht umsonst sind wir die Weltbestenostereiersucher …<br /> Ich verlege auch regelmaessig Sachen, damit der Barni schoen im Training bleibt. Im Moment fehlen 2 Paar Socken und wenn ichs spannender machen will nehm ich einfach den Reisepass. Freue mich jetzt<br /> schon auf naechstes Ostern.<br /> Seid lieb gegruesst und bis bald, Lena (und Anhang)<br /> <br /> <br />
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