Einmal Kueste und zurueck
Baños
Nachm Kinderheim ging´s mit vollem Schwung weiter mit der Reise. Erster Ort war das kleine Staedtchen Baños am Fusse des Vulkans Tungurahua (5023 m), der seit ein paar Jahren wieder aktiver ist und regelmaessig kleinere Mengen Lava ausspuckt. Dank des Vulkans gibt es in dem Ort viele heisse Quellen und dementsprechend viele Baeder (=Baños).
Von dort aus sind wir 70 km am Fluss entlang ins Flachland nach Puyo geradelt, wobei man an zahlreichen Wasserfaellen vorbei kommt (siehe Album).
Einmal wies uns ein Schild auf einen lohnenswerten Umweg fuer Radlfahrer hin. So lohnend fanden wir ihn nicht...
... vor allem nicht die Ueberquerung ausgedehnter Schlammfelder! (Resultat siehe Album)
Puerto López
Danach ging´s an die Pazifikkueste Ecuadors, genauer gesagt in das kleine Fischerstaedtchen Puerto Lopez...
Schnell entdeckten wir hier die Hauptattraktionen: Baden, Haengematten und die exzellenten Fruchtsaefte...
Puerto Lopez ist der Ausgangspunkt fuer eine Bootstour zur Isla de la Plata (Silberinsel), die vor allem fuer seine besonderen Voegel bekannt ist. Duerfen wir vorstellen: der blaufuessige Toelpel!
Nach der Inselwanderung bekamen wir einen kleinen Einblick in die Unterwasserwelt rund um die Insel. Leider ist aus dem Tauchen nix geworden, aber beim Schnorcheln gab´s auch was zu sehen...
Beim Wandern durch den Nationalpark Machalilla trafen wir einen freundlichen Sonnenhut und nahmen ihn ein Stueck mit. Banana Barney am Playa de los Frailes, dem laut Reisefuehrer schoensten Strand Ecuadors...
Obwohl die Kuestenregion reich an Tierarten ist, bekommt man nur wenige davon zu Gesicht. Manchmal jedoch hat man das Glueck und es regnet Iguanas vom Himmel. Dieses Exemplar schlug wenige Meter von uns mit lautem Pflatsch von oben ein (Absturzort Palme) und blieb erstmal eine halbe Stunde in Schockstarre...
Die Kueste war auch ein wuerdiger Ort, um Geburtstag zu feiern. Cumpleaños feliz, te deseamos a ti...
Am Abend gingen wir schoen essen und zwar - wer haette das gedacht - zum Kolumbianer! Nachtraeglich hat uns das Essen etwas mit der kolumbianischen Kueche versoehnt (Arepas sind trotzdem fad!).
Der Ausklang des Abends: Cocktails in der Haengematte am Strand bei Mondenschein... que romantico...
Cuenca
Vom Meer machten wir uns wieder auf in die Berge, in die wunderschoene Kolonialstadt Cuenca...
Jeden Tag findet auf einem kleinen Platz mitten in der Stadt der Blumenmarkt statt...
Cajas Nationalpark
Nur eine gute Autostunde von Cuenca entfernt befindet sich der Nationalpark Cajas auf einer Hoehe zwischen ca. 3500 und 4300 m. Wir (Barni) suchten uns die Ruta 2 aus, deren Beschreibung auf dem Schild schon mal sehr vielversprechend klang...
Vom Startpunkt auf 3900 m erklommen wir auf muehseligem Weg, gepeitscht von Wind und Regen, den hoechsten Gipfel des Nationalparks, den Cerro San Luis mit 4267 m. Die Finger waren danach so abgefroren, dass wir nicht mal mehr unsere Socken zum Auswinden ausziehen konnten. Wenn man doch nur ein Lama waere, die frierts nie...
Neben Lamas gibts in dem Nationalpark auch andere interessante Tiere wie z.B. den rotgepanzerten Mistkaefer, der hier gerade seine Kugel durch die Gegend rollt...
Und jetzt noch ein bisserl was Interessantes zu Ecuador!
Habts ihr gwusst, dass...
* Ecuador nach dem Aequator benannt ist, der 25 km noerdlich von Quito verlaeuft?
* man in Ecuador mit dem US-Dollar bezahlt?
* Ecuador groesster Bananenexporteur der Welt ist? (uebrigens auch einer der groessten Shrimps-Exporteure)
* Ecuador dieselbe Flagge hat wie Kolumbien? (auch Venezuela hat eine ganz aehnliche, weil alle drei Laender mit Panama zu Gross-Kolumbien gehoerten, dass der grosse Befreier Simon Bolivar 1821 gruendete)
* Meerschweinchen ("cuy") hier eine Delikatesse ist?
* es in Ecuador insgesamt 55 Vulkane gibt, davon 8 aktive? (Einer davon, der Pichincha, bedeckte 1999 Quito mit einer dicken Ascheschicht)
* die beruehmten Galapagos-Inseln zu Ecuador gehoeren? (1000 km westlich im Pazifik)
* das Kaffee- und Kakaoland Ecuador hauptsaechlich Nescafe trinkt und Schokolade von Nestle isst?
Nach ziemlich genau zwei Monaten war unsere Zeit in Ecuador vorbei und wir ueberquerten die nervige Grenze zu einem neuen Land: PERU!
Dort wartete in einem Hotelzimmer in Huaraz schon die glueckliche Gewinnerin unseres Preisraetsels auf uns: Teresa Gervasoni! Die vielen Einsendungen waren sehr einfallsreich (und manchmal sogar auch zutreffend, z.B. Bettwanzen), aber nur Teresa lag mit der Tsunami-Warnung richtig. Tatsaechlich alarmierte uns das Hostel, dass aufgrund starker Stuerme hohe Wellen zu erwarten seien. Zum Glueck stellte es sich dann doch als Fehlalarm heraus.
Uebergluecklich ueber den Gewinn der tollen Peru-Reise ueberreichte Teresa uns Mitbringsel (Schokolade, Vollkornbrot und Studentenfutter) aus der Heimat und wir ihr zum Dank fuer das mitgebrachte Zelt etc. den Rainer-Gedaechtnis-Orden fuer das beste Lastentier zwischen Alpen und Anden.
Herzlich willkommen in Suedamerika!
Die gemeinsamen 6 Wochen haben wir mit einer gepfefferten Bergtour in der Cordillera Blanca begonnen, von der wir euch beim naechsten Mal berichten.
Muchos saludos de Peru,
Lena & Barni